Permakultur – ein oft gehörter Begriff, wenn über Ökologie, Nachhaltigkeit, Umwelt oder Biodiversität diskutiert wird. Schwer greifbar, nicht leicht zu erklären,oft verkannt. Das Bildungszentrum Gärtner JardinSuisse Zürich macht sich nun auf, dieses Thema im Sinne der Branche aufzugreifen: Eine neue Weiterbildung «Permakultur im Gartenbau» startet am 12. Juni.
Permakultur ist im Bereich Gartenbau ein wachsendes Kundenbedürfnis, sowohl bei Privatpersonen als auch bei der öffentlichen Hand. Denn die Planungsmethoden und die Herangehensweise passen hervorragend zu den Herausforderungen der Zeit. Permakultur schafft einen Bezug zwischen Mensch und Natur. Undogmatisch, aber ganzheitlich, stets werden unterschiedlichste Aspekte einbezogen. In einem Kundengarten heisst das beispielsweise, zunächst verschiedene Kreisläufe zu analysieren: Energie, Wasser, Nährstoffe, dann einen Prozess aufzugleisen und sich darauf einzulassen: beobachten, was passiert, und immer wieder evaluieren.
So entsteht Ertrag, ohne einen Bereich zu Schwächen. Der Gärtner und die Gärtnerin nehmen langfristig in solchen Projekten auch eine beratende und begleitende Funktion ein, das Wissen und die Kompetenz helfen, ertragsreiche und ökologisch wertvolle Lebensräume zu schaffen, entsprechend zu pflegen und weiterzuentwickeln.
«Permakultur will Kreisläufe schliessen», erklärt Peter Keiser, verantwortlicher Dozent im BZG-Kurs. Keiser, selbst gelernter Gärtner Garten- und Landschaftsbau, absolvierte 2012 nach dem Bachelor Umwelt und natürliche Ressourcen, Wädenswil, das Permaculture Design Certificate. Seither ist er mit einer eigenen Gartenbaufirma unterwegs und unterrichtet an verschiedenen Orten zu Themen aus der Permakultur.
Er ist der Meinung, dass dieses Thema und Arbeitsfeld für die Grüne Branche sehr wichtig sind. So könne man entsprechende Kundenanfragen verstehen, bearbeiten und begleiten. Permakultur betrachte Planungen immer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Laut Keiser ist dieser Denkansatz so auch bei anderen Themen hilfreich.
Der zehntägige Kurs im BZG Pfäffikon befasst sich unter anderem mit den Prinzipien der Permakultur, mit Kreislaufwirtschaft und -systemen, mit Planungsmethoden, mit Wassermanagement, Wildniszonen und urbaner Permakultur. Exkursionen zu unterschiedlichen, bereits realisierten Projekten gehören ebenfalls zum Programm. Zum
Dozententeam zählen neben Peter Keiser selbst unter anderem Anton Küchler, Präsident des Vereins Permakultur Schweiz, und Permakultur-Designer Pascal Hänggi, der gemeinsam mit Küchler das Institut für Permakultur-Design Planofuturo gründete.
Die neue Weiterbildung passt auch hervorragend in das Programm des Lehrgangs «Fachperson Biodiversität», der seit gut einem Jahr im BZG angeboten wird und sich steigender Nachfrage erfreut. «Permakultur im Gartenbau» kann von angehenden Fachpersonen Biodiversität als Vertiefungsmodul gewählt werden. Erich Affentranger, Leiter des BZG, ist überzeugt: «Wir brauchen für viele Herausforderungen ganzheitliche Ansätze. Permakultur ist eigentlich eine Grundhaltung und bietet spannende Denk- und Planungsansätze – auch im Gartenbau.»
Text: Petra Hausch
Informationen:
Permakultur im Gartenbau
Bildungszentrum Gärtner JardinSuisse
Zürich, Pfäffikon
Dauer: 10 Tage, in Blöcken à 3 oder 2 Tage
Start: 12.Juni 2023
Infos und Anmeldung: www.bzgzh.org
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